Midjourney v8, MCP in der Praxis und Wertekatalog für Agenten


Hallo Reader,

das AI Imagelab baut sich gerade selbst um. KI-Agenten übernehmen mehr Prozesse, der Content-Workflow wird neu konzipiert und gebaut. Das braucht Zeit. Und manchmal auch: einen Schritt zurück.

Konsequenz für diesen Newsletter: Ihr bekommt ab sofort einen Mix aus Blog- und LinkedIn-Artikeln. Nicht weil uns der Stoff ausgeht, sondern weil Lina, unsere KI-LinkedIn Assistenz, schon fröhlich arbeitet im Gegensatz zu dem noch namenlosen Agenten, der für die Blogbeiträge zuständig sein wird.

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Adrian & Andreas (& KI-Newsletter Kollege Klaus)


Midjourney v8: Schneller, ja. Aber irgendwas stimmt nicht.

Seit dem 17. März kann man Midjourney v8 auf alpha.midjourney.com testen – und Adrian hat sich das direkt angeschaut. Die höhere Geschwindigkeit ist real, 2K nativ war überfällig, das Textrendering besser als in v7. Das war auch keine Kunst.

Was nicht stimmt: Die Bilder fühlen sich nicht mehr nach Midjourney an. Austauschbarer, zufälliger, weniger eigenständig. Dazu nach wie vor Fehler bei Gesichtern und Händen. Und das strukturelle Problem bleibt: Keine API, dadurch ein Fremdkörper für professionelle Workflows.

Die Frage ist nicht, ob v8 besser ist als v7. Die Frage ist, ob es 2026 noch Bedarf für ein Stand-Alone-Tool gibt.

MCP: Schnittstelle zu deinen Datenschätzen

Andreas betreibt (in seinem anderen Leben) seit 25 Jahren Foto-Foren. Hunderttausende Diskussionen, Millionen Kundenmeinungen, Erfahrungsberichte – theoretisch wertvolle Informationen, praktisch kaum auszuwerten.

Auftritt Claude mit einem selbstgebauten MCP, über den Andreas direkt auf die Foren-Datenbank zugreifen kann:

  • Konkrete Frage rein, strukturierte Analyse raus,
    Diskussionen mit 1.500 Beiträgen in zwei Minuten ausgewertet.
  • Mit O-Tönen, Mustern, Links auf Einzelbeiträge.

Was früher Tage und Wochen gedauert hätte, klärt Andreas jetzt im direkten Dialog mit der KI.

Das Prinzip gilt weit über Foren hinaus. Wer auf ungenutztem Kundenwissen sitzt – Support-Tickets, Google Analytics, CRM-Daten, Community-Feedback – sollte sich diese Frage stellen:

Kann ich es mir leisten, diesen Datenschatz zu ignorieren?

Wertekatalog im Agenten: Keine Option, sondern Voraussetzung.

KI skaliert Content. Auch den, der einer Marke schadet. Je mehr automatisiert wird, desto weniger schaut jemand drauf – Prüfpfade gehen verloren, und was dann skaliert, ist nicht nur Reichweite.

Adrians Ansatz: Ethik und Markenwerte nicht als nachgelagerter Prüfschritt, sondern als erste Instanz im Agenten verankern. Kein Output, der dagegen verstößt, wird überhaupt erst vorgeschlagen.

Wer KI ernsthaft in Workflows integriert, kommt an dieser Frage nicht vorbei.


Wie immer gilt: Für Fragen, Schulungen oder Beratung rund um KI-gestützte Prozesse sind wir jederzeit erreichbar:

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